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Nachhaltigkeitstagebuch Julia Geithner

Tage­buch­ein­trag 5: Was ich beim B Corp Global Cli­mate Summit gelernt habe

Liebes Tage­buch,

letzte Woche hat der B Corp Global Cli­mate Summit statt­ge­funden. Das waren drei Tage voll­ge­packt mit super inter­es­santen Themen, starken Dis­kus­sionen und richtig span­nenden wis­sen­schaft­li­chen Ein­bli­cken. An den drei Tagen haben wir an unter­schied­li­chen Panels und Vor­trägen von vielen ver­schie­denen Per­sonen teil­ge­nommen. Dar­unter waren Vertreter:innen der B Corp Firmen, Kli­ma­ak­ti­visten aber auch bekannte Per­sön­lich­keiten. Außerdem gab es Film Vor­füh­rungen und krea­tive Arbeitsgruppen.

B Corp

bedeutet übri­gens Benefit Cor­po­ra­tion, also ein Unter­nehmen, das einen abso­luten Mehr­wert für Mensch und Natur bringt. Mit ihrer Firma  tragen sie aktiv zur Lösung von Pro­blemen in den Berei­chen Men­schen­rechte, Arbeits­recht, Umwelt und Wirt­schaft bei.

Ich war total gefes­selt von den span­nenden Bei­trägen und habe ver­sucht, alles so gut wie mög­lich auf­zu­nehmen. Und ich habe eine Menge gelernt! Die wich­tigsten Punkte habe ich hier mal stich­punkt­artig für dich festgehalten:

  • Der Kli­ma­wandel ist ein glo­bales Pro­blem und betrifft jeden ein­zelnen Men­schen. Des­halb müssen wir gemeinsam als Team arbeiten, um ihn aufzuhalten.
  • Es reicht nicht, sich nur auf sich selbst zu fokus­sieren und mit seinem Unter­nehmen allein Net Zero bis 2030 anzu­streben. Man muss gleich­zeitig schon jetzt dazu bei­tragen, dass auch global die CO2 Emis­sionen kom­pen­siert werden.

Es ist nicht mehr aus­rei­chend, nur den CO2 Aus­stoß zu ver­rin­gern. Zusätz­lich muss auch aktiv CO2 aus der Atmo­sphäre ent­fernt werden. Das geht durch soge­nannte Carbon Sinks oder Koh­len­stoff­senken. Das sind natür­liche Reser­voirs, die vor­über­ge­hend Koh­len­stoff auf­nehmen und spei­chern. Natür­liche Koh­len­stoff­senken sind vor allem unsere Moore. Carbon Sinks sinks lassen sich aber auch über tech­ni­sche Pro­jekte rea­li­sieren, die aktiv CO2 aus der Atmo­sphäre saugen. So wie zum Bei­spiel die Koh­len­stoff­di­oxident­fer­nungs­an­lage von Clime­works in Island, die wie ein rie­siger Staub­sauger die Luft auf­saugt und durch Koh­len­stoff-Filter jagt. Ziel ist es also, dass wir uns gemeinsam Rich­tung CO2-Ent­fer­nung, und nicht nur CO2-Ver­rin­ge­rung bewegen. Im Schau­bild unten wollen wir also welt­weit gemeinsam in den grünen Bereich gelangen.

Ziel: Net Zero

Das Thema ist so groß und span­nend, dass ich hierzu bald noch einen kom­pletten Blog­bei­trag erstelle!

Jetzt fragst du dich bestimmt: Was bedeuten diese ganzen neuen Infor­ma­tionen für EVERGREEN? Wie können wir als Unter­nehmen kon­kret zur Auf­hal­tung des Kli­ma­wan­dels bei­tragen und welche Schritte müssen wir als nächstes gehen?

Schritt 1: Wir haben uns offi­ziell als NET ZERO 2030 Com­pany posi­tio­niert! Das bedeutet wir haben uns dazu ver­pflichtet, bis spä­tes­tens 2030 unsere CO2 Emis­sionen in den Umfangs­be­rei­chen 1, 2 und 3 (auch Scope 1, 2 und 3 genannt) dras­tisch zu ver­rin­gern. Damit wollen wir als Unter­nehmen und mit unseren Inves­ti­tionen dazu bei­tragen, die Erd­er­wär­mung auf 1,5° zu redu­zieren. In dieser Liste kannst du sehen, dass wir offi­ziell mit hun­derten anderen Net Zero Com­pa­nies, die bereits B Corp zer­ti­fi­ziert sind, ein­ge­tragen sind. Es ist so toll zu sehen, wie viele Unter­nehmen sei­tens B Corp schon dabei sind! Auf der Seite vom B Corp Cli­mate Collec­tive findet man außerdem alle Infor­ma­tionen rund um das Thema Net Zero bei B Corp. „Net Zero 2030“ ist übri­gens eine Initia­tive und Teil der glo­balen Kam­pagne „Race to Zero“ der Kli­ma­rah­men­ko­ven­tion der Ver­einten Nationen (kurz UNFCCC – United Nations Frame­work Con­ven­tion on Cli­mate Change). Noch aus­führ­li­chere Infor­ma­tionen zu dieser Kam­pagne gibt es hier.

Schritt 2: In unserem Port­folio unter­su­chen wir alle Emit­tenten ganz genau im Hin­blick auf ihre CO2 Emis­sionen. Dadurch können wir sicher­stellen, dass wir unsere Fonds immer so zusam­men­stellen, dass sie zum 1,5° Ziel des Pariser Kli­ma­ab­kom­mens bei­tragen. Für unsere Ana­lysen nutzen wir das wis­sen­schaft­lich basierte Tool Right.based on sci­ence und Sci­ence Based Tar­gets. Damit können wir die Kli­ma­wir­kung von unserem Port­folio auf einen Blick ein­sehen und erhalten wis­sen­schafts­ba­sierte Messwerte.

right.based on science

Schritt 3: Dank des Cli­mate Sum­mits haben wir jetzt noch besser ver­standen, dass es als Unter­nehmen nicht mehr nur reicht, NET ZERO zu werden. Man muss sich genauso dafür ein­setzen, dass CO2 aktiv aus der Atmo­sphäre ent­fernt wird. Des­halb haben wir uns vor­ge­nommen, auch ver­stärkt in Carbon Sink Pro­jekte zu investieren.

Was genau wir uns da wieder Span­nendes aus­su­chen, das werde ich auf jeden Fall wieder mit dir teilen!

Bis zum nächsten Mal,

Julia