Das Virus in der Glas­kugel
Markt­kom­mentar KW 09 | 2020

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Fore­casts are dif­fi­cult to make—particularly those about the future.”

― Burton G. Mal­kiel, A Random Walk Down Wall Street: The Time-Tested Stra­tegy for Suc­cessful Investing

Die Reak­tion der glo­balen Akti­en­märkte auf das Corona Virus hat es aber­mals bestä­tigt: „Pro­gnosen sind mit Unsi­cher­heit behaftet, ins­be­son­dere wenn sie in die Zukunft gerichtet sind.“

Es gibt wohl keine Jah­res­pro­gnose für 2020, welche zu Beginn dieses Jahres auf dem Schirm hatte, dass ein Virus die glo­bale Wirt­schaft ins Wanken bringen könnte. Heute sind wir alle schlauer. Pro­gnosen werden zügig nach unten kor­ri­giert, wenn­gleich nie­mand so genau weiss, wie nach­haltig der nega­tive Ein­fluss des Aus­bruchs der Krank­heit auf die Wirt­schaft wirken wird. 
Ver­mut­lich wird es wie in sol­chen unvor­her­seh­baren Fällen, zu Über­trei­bungen kommen, denn genauso, wie Men­schen sich mit dem Virus anste­cken, ste­cken sie sich mit der ein­her­ge­henden Panik an.

Kommt jetzt die Inflation?

Sicher ist, dass sich durch die Epi­demie die Ange­bots­si­tua­tion von Gütern ver­schlech­tert. Fabriken, nicht nur in China, stehen still und wenn die Lie­fer­ketten erst einmal unter­bro­chen sind, wirkt sich letzt­lich das knappe Angebot erhö­hend auf die Preise aus. Infla­tion droht.

Eine ähn­liche Situa­tion gab es 1970, als sich das Angebot an Nah­rungs­mit­teln und Öl ver­knappte. Eine schwie­rige Situa­tion für die Regie­rungen. Bekämpft man als erstes die Infla­tion oder die schrump­fende Wirt­schaft mit der ein­her­ge­hend Arbeits­lo­sig­keit?
Ver­mut­lich wird man sich zunächst auf das Abwenden einer dro­henden Rezes­sion kon­zen­trieren, denn Infla­tion spielt aktuell eine geringe Rolle. Aller­dings befinden sich nicht mehr viele Pfeile im Zins­sen­kungs­kö­cher.

Was macht der cle­vere Anleger?

Wer Zeit hat, der dreht sich ein­fach um und schläft weiter. Aller­dings sollte er den Wecker nicht zu früh stellen. So manch eine Ver­lust­pe­riode an den Akti­en­märkten hat sich über meh­rere Jahre hin­ge­zogen und am Ende waren die wenigsten Anleger ent­spannt genug, lange Unter­was­ser­phasen an den Märkten aus­zu­sitzen. Woran man das erkennen kann? An den fal­lenden Akti­en­märkten.

Ent­spannter lässt es sich jeden­falls mit pro­gno­sen­freien, dyna­mi­schen Anla­ge­stra­te­gien schlafen. Deren täg­liche Risi­ko­ana­lysen führen in Kri­sen­phasen zur zügigen Redu­zie­rung von Aktien- und/oder Ren­ten­quoten und erhöhen in einer Erho­lung recht­zeitig die Par­ti­zi­pa­tion

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Über den Autor

Iven Kurz

Hi, ich bin Iven. Ich bin Mitgründer und CEO von EVERGREEN. Ich habe Betriebswirtschaft an der Uni Leipzig studiert und arbeitete bei zwei bedeutenden deutschen Privatbanken als leitender Fondsmanager für institutionelle Anleger und vermögende Privatkunden.

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