Diese Woche herrschte eine spür­bare Ner­vo­sität an den Han­dels­plätzen: Die euro­päi­schen Märkte reagierten am Mitt­woch mit einem mas­siven Kurs­rutsch auf die neuen Lock­down-Maß­nahmen, nachdem sie sich die letzten Wochen nicht wirk­lich für eine Trend­rich­tung ent­scheiden konnten. Zusätz­lich scho­ckierte der Soft­ware­kon­zern SAP zum Wochen­be­ginn mit einer redu­zierten Pro­gnose für das lau­fende Geschäfts­jahr sowie für die Fol­ge­jahre bis 2023. Die Folge war ein Kurs­ein­bruch der Aktie um über 22 Pro­zent, dessen ent­ste­hender Strudel den Dax mit in die Tiefe zog und auch den Euro­Stoxx nicht ver­schonte – I don’t like Mondays.

Zinsen? Was war das nochmal?

Die ein­ge­trübten Erwar­tungen spie­geln sich auch im viel­be­ach­teten Ifo-Geschäfts­kli­ma­index wider, der nach fünf expan­siven Monaten in Folge stärker als erwartet um 0,5 Punkte auf 92,7 Punkte sinkt, und damit den auf­kom­menden Sorgen der Wirt­schaft Rech­nung trägt. Auch lässt der schwä­chelnde EUR/USD Kurs darauf schließen, dass inter­na­tio­nale Anleger von den euro­päi­schen Märkten zuneh­mend die Finger lassen. Am Don­nerstag gab die Euro­päi­sche Zen­tral­bank zudem bekannt, dass das Leit­zins­ni­veau im Euro­raum unver­än­dert bleibt (0 % für Refi­nan­zie­rungen / ‑0,5 % für Ein­lagen) und deu­tete außerdem eine Aus­wei­tung der ultra-lockeren Geld­po­litik für den Dezember an. 

Pünkt­lich zu Hal­lo­ween bekommen es die Anleger in den USA eben­falls mit dem Schre­cken zu tun: S&P, NASDAQ oder Dow Jones – auch von den ame­ri­ka­ni­schen Märkten kommen keine erfreu­li­cheren Ent­wick­lungen. Die Trend­farbe der Woche an den Akti­en­märkten bleibt damit rot. Neben den auch in den USA stark stei­genden Covid19-Fall­zahlen führen das wei­terhin aus­blei­bende Fis­kal­paket und die bevor­ste­henden Wahlen zu der getrübten Stim­mung unter den Anle­gern. Die Unsi­cher­heit am Markt zeigt sich auch im Anstieg des CBOE Vola­ti­lity Index (VIX), wel­cher die erwar­tete Vola­ti­lität des ame­ri­ka­ni­schen S&P 500 abbildet und auf ein Hoch seit Mitte Juni stieg.

So reagieren wir auf die aktu­elle Situation

Auf­grund der gestie­genen Risiken und dem mas­siven Kurs­rutsch an den glo­balen Akti­en­märkten redu­zieren wir den Akti­en­teil unserer Fonds und erhöhen den Anteil an Staats­an­leihen. Damit diese Anpas­sungen trans­pa­rent und nach­voll­ziehbar sind, kannst Du unseren Fonds­ma­na­gern täg­lich über die Schulter schauen.

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Zur Beach­tung: Die in diesem Doku­ment ent­hal­tenen Infor­ma­tionen stellen keine Anla­ge­be­ra­tung dar, eine Haf­tung ist ausgeschlossen.