Wie funk­tio­niert Diversifikation:
Das Son­nen­creme-Bei­spiel

diversifikation

Um das Risiko bei der Geld­an­lage so gering wie mög­lich zu halten, diver­si­fi­ziert man diese. Das bedeutet, die Inves­ti­ti­ons­summe wird auf meh­rere Anla­ge­ob­jekte ver­teilt. Wie genau das Spiel mit der Diver­si­fi­ka­tion funk­tio­niert, ver­deut­licht fol­gendes Beispiel:

Stelle Dir eine Insel vor, auf der Du gerne Urlaub machen wür­dest: Sie ist umgeben von blauem Meer, schönen Sand­stränden und einer präch­tigen Flora und Fauna. Auf dieser Insel haben wir einen Wirt­schafts­be­reich mit ledig­lich zwei Unter­nehmen. Das erste Unter­nehmen stellt Son­nen­creme her, das Zweite pro­du­ziert Regenschirme.

Der Wohl­stand beider Unter­nehmen hängt stark vom Wetter ab. In den Som­mer­mo­naten macht der Son­nen­creme­her­steller groß­ar­tige Umsätze, wäh­rend die Ein­nahmen des Regen­schirm­her­stel­lers in den Keller rut­schen. Dafür erwirt­schaftet der Regen­schirm­her­steller gran­diose Gewinne in reg­ne­ri­schen Zeiten, wäh­rend der Her­steller von Son­nen­creme wenig Ertrag generiert.

So könnten die Gewinne der beiden Unter­nehmen aussehen:

Regen­schirm-her­stellerSon­nen­creme-her­steller
Regen­wetter50 %- 25 %
Son­nen­schein-25 %50 %

Für unser Bei­spiel nehmen wir an, dass es im Durch­schnitt eine Hälfte des Jahres sonnig und die andere Hälfte reg­ne­risch ist. Dann beträgt die Wahr­schein­lich­keit einer son­nigen oder einer reg­ne­ri­schen Zeit 1:2.

Würden wir uns nur für eines der beiden Unter­nehmen ent­scheiden und in den Regen­schir­mehr­steller inves­tieren, so würden wir in der Hälfte der Zeit einen Gewinn von 50 % erzielen und in der anderen Hälfte der Zeit 25 % unseres Invest­ments ver­lieren. Im gesamten Durch­schnitt würden wir damit einen Gewinn von 12,5 % erwirt­schaften. Ein Invest­ment in den Her­steller der Son­nen­creme würde das gleiche Ergebnis bringen.

Da es auf der Insel aber auch meh­rere lange son­nige oder meh­rere lange reg­ne­ri­sche Peri­oden in Folge geben könnte, ist es für uns zu ris­kant nur in eines der Unter­nehmen zu inves­tieren. Statt­dessen diver­si­fi­zieren wir: Von den 2 €, die uns dabei zur Ver­fü­gung stehen, inves­tieren wir jeweils 1 € in beide Unternehmen.

Aktives Risikomanagement für Deine Geldanlage
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Bei schönem Wetter bringt uns das Invest­ment in den Son­nen­creme­her­steller 50 Cent Gewinn, wäh­rend wir mit der 1 € Inves­ti­tion in den Regen­schirm­her­steller 25 Cent ver­lieren. Unser Gesamt­ge­winn läge dann bei 25 Cent: 50 Cent Gewinn und 25 Cent Verlust.
Das ent­spricht 12,5 % unsers Gesamt­in­vest­ments von 2 €. Soweit so gut.

Nun können wir aber fest­stellen, dass in reg­ne­ri­schen Zeiten genau das­selbe pas­siert — nur eben umge­kehrt: Wäh­rend das Invest­ment in den Regen­schirm­her­steller Gewinn erbringt, machen wir nun beim Son­nen­creme­her­steller Ver­lust. Der Gesamt­ge­winn liegt aber wei­terhin bei 25 Cent.

Der Vor­teil von Diver­si­fi­ka­tion wird somit deut­lich: Ganz egal, wel­ches Wetter, wie oft auf der Insel herrscht, mit Inves­ti­tionen in beide Unter­nehmen fahren wir kon­stant einen Gewinn von 12,5 % Pro­zent ein.