Marktkommentar Mai: Über Berg und Tal

Marktkommentar Mai | 2026

Marktkommentar

KI-Euphorie und ein kurzer Ölschock

In den ersten Mai­wo­chen schien der Markt ent­schlossen, den April fort­zu­schreiben. Starke Quar­tals­er­geb­nisse von AMD und Super Micro ließen Halb­lei­ter­titel allein in der ersten Woche um elf Pro­zent steigen. Micron über­schritt kurz darauf erst­mals die Marke von einer Bil­lion Dollar Markt­ka­pi­ta­li­sie­rung. Der S&P 500 ver­buchte seine sechste Gewinn­woche in Folge. Der Iran-Kon­flikt mel­dete sich kurz zu Wort. Ein Schuss­wechsel in der Straße von Hormuz ließ Öl auf 114 Dollar springen, doch die Beru­hi­gung folgte rasch und mit ihr eine neue Runde der KI-Euphorie.

Kurze Unter­bre­chung, ein langer Anleiheschock

Mitte des Monats gab es aller­dings einen deut­li­chen Ein­schnitt. Die US-Ver­brau­cher­preise stiegen im April um 3,8 Pro­zent, ange­trieben von den anhal­tenden Ener­gie­kosten des Kon­flikts und die Infla­ti­ons­sorgen ver­setzten den glo­balen Ren­ten­märkten einen Schock. Die Zinsen drei­ßig­jäh­riger US-Staats­an­leihen stiegen zeit­weise auf über fünf Pro­zent, euro­päi­sche Zinsen folgten auf­wärts. Die US-Noten­bank unter ihrem neuen Vor­sit­zenden Kevin Warsh signa­li­sierte, dass mit bal­digen Zins­sen­kungen nicht zu rechnen sei, und an den Ter­min­märkten wurden kurz­fristig sogar Zins­er­hö­hungen für die zweite Jah­res­hälfte eingepreist.

Hoff­nung, Öl und neue Rekordstände

Doch der Monat endete ver­söhn­li­cher als er begonnen hatte. Im Nahen Osten zeich­nete sich eine Eini­gung ab. Eine sech­zig­tä­gige Ver­län­ge­rung des Waf­fen­still­stands ließ Öl spürbar sinken, drückte Risi­ko­auf­schläge an den Anlei­he­märkten und ließ euro­päi­sche Zinsen auf den nied­rigsten Stand seit Monats­be­ginn fallen. Akti­en­märkte quit­tierten das mit fri­schen Rekord­ständen, der Nasdaq 100 been­dete den Monat mit einem Plus von rund zehn Pro­zent. In den ersten Wochen hatten Halb­lei­ter­ergeb­nisse den Ton ange­geben. Am Ende schloss sich die Aus­sicht auf Frieden an.

Unsere Evergreen-Fonds

Ever­green Stable World Fund

Für den Ever­green Stable World Fund trugen im Mai beide Anla­ge­klassen positiv bei. Das Akti­en­ex­po­sure pro­fi­tierte vom starken Markt­um­feld. Die Anlei­he­kom­po­nente schloss trotz zeit­wei­liger Zins­tur­bu­lenzen leicht positiv ab. Auf­grund des ver­gleichs­weise geringen Akti­en­ex­po­sures blieb die Gesamt­ent­wick­lung moderat positiv.

Ever­green Sus­tainable World Bonds

Der Ever­green Sus­tainable World Bonds bewegte sich im Mai zwi­schen zwei Polen. Zur Monats­mitte ließen stei­gende Ener­gie­preise und Infla­ti­ons­sorgen die euro­päi­schen Zinsen auf mehr­jäh­rige Hoch­stände klet­tern und belas­teten den Fonds. Zur Monats­wende sorgten nach­las­sender Öldruck und sin­kende Risi­ko­auf­schläge für eine deut­liche Erho­lung. Der Fonds schloss den Mai deut­lich positiv.

Ever­green Sus­tainable World Stocks

In einem Monat, der dem Tech­no­lo­gie­sektor gehörte, pro­fi­tierte der Ever­green Sus­tainable World Stocks beson­ders stark. Die KI-Euphorie trug den Fonds, dessen größte Gewich­tung im Tech­no­lo­gie­be­reich liegt. Da der nach­hal­tige Ansatz fos­sile Ener­gie­un­ter­nehmen aus­schließt, blieb der Fonds vom schwächsten Sektor des Monats weit­ge­hend ver­schont. Ins­ge­samt ent­wi­ckelte sich der Fonds über­durch­schnitt­lich und ver­zeich­nete eine deut­lich posi­tive Entwicklung.

Tomorrow Fund

Dem Tomorrow Fund kam im Mai zugute, dass die KI-getrie­bene Stim­mung an den Akti­en­märkten auch breiter wirkte. Ener­gie­wende-Titel, dar­unter Unter­nehmen aus den Berei­chen sau­bere Energie und Elek­tri­fi­zie­rung, ent­wi­ckelten sich stark und lie­ferten den größten Bei­trag. Indus­trie­titel trugen eben­falls positiv bei. Ver­sorger- und Immo­bi­li­en­werte gingen hin­gegen zurück und dämpften das Ergebnis. Unter dem Strich ver­zeich­nete der Fonds eine deut­lich posi­tive Entwicklung.

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