Provisionsfreie betriebliche Altersvorsorge: das Konzept von Evergreen erklärt

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Wir haben uns mit einer eigenen betrieblichen Altersvorsorge lange Zeit gelassen. Die Idee ist gut: Du sparst aus dem Brutto, bekommst einen Zuschuss vom Arbeitgeber und verschiebst die Steuern in die Rentenphase. Nur: In der Praxis landet viel davon im Vertrieb. Klassische bAV-Verträge sind häufig provisionsbasiert, ein Teil deiner Beiträge fließt dann an den Vertrieb statt in deine Rente.
Mit DYNO und der Alte Leipziger haben wir uns für ein anderes Modell entschieden. Eines, bei dem deine Beiträge nicht an den Vertrieb gehen, sondern in deinem Vertrag bleiben. Wie das funktioniert und für wen es sich lohnt, steht im Rest des Beitrags.
Wie die betriebliche Altersvorsorge funktioniert
Die betriebliche Altersvorsorge (bAV) ist eine der drei Säulen der Altersvorsorge, neben der gesetzlichen Rente und deiner privaten Vorsorge. Bei der bAV zahlst du einen Teil deines Bruttogehalts in einen Vorsorgevertrag ein, bevor Steuern und Sozialabgaben abgezogen werden. Das Prinzip nennt sich Entgeltumwandlung. Was kompliziert klingt, heißt im Prinzip nur: Aus 100 € Beitrag werden je nach Gehalt und Steuerklasse oft nur etwa 50 bis 65 € weniger netto.
Dein Arbeitgeber legt mindestens 15 % auf jeden umgewandelten Euro drauf. Diese Beteiligung ist seit 2022 für Neuverträge Pflicht, sofern er durch deine Einzahlung Sozialversicherungsbeiträge spart. Das gilt bis zu einem Beitrag von 338 € pro Monat (dem sozialversicherungsfreien Höchstbetrag 2026). Viele Arbeitgeber geben freiwillig mehr. Auf die so angesparte Betriebsrente fallen erst bei Auszahlung Steuern und Krankenkassenbeiträge an. Weil die meisten Menschen in der Rentenphase ein niedrigeres Einkommen haben, ist die Steuerlast dann meist auch geringer.
So weit das Konzept. Was am Ende für dich rauskommt, hängt am Vertrag.
Drei Schwächen klassischer bAV-Verträge
Drei Punkte, an denen klassische bAV-Verträge typischerweise schwächeln.
Provisionen: Beim Abschluss und über die Vertragslaufzeit fließen Anteile deiner Beiträge an Vermittler. Das ist Geld, das nicht in deiner Rente landet.
Niedrige Kapitalmarktquote: Klassische Versicherungen halten einen Großteil des Kapitals im sogenannten Sicherungsvermögen. Sicher, aber renditeschwach. Geld, dass am Kapitalmarkt arbeiten könnte, tut es oft nicht.
Manuelle Verwaltung: HR-Abteilungen verwalten bAV-Verträge bis heute oft mit Papier, Excel und Telefonaten. Das ist teuer, verlangsamt jeden Wechsel und macht den ganzen Prozess unflexibel.
Über 30 oder 40 Jahre Vertragslaufzeit summiert sich das. Am Ende kommt weniger Rente raus, als möglich wäre.
Wie die Evergreen bAV aufgebaut ist
Wir haben bei zwei Stellschrauben angesetzt: bei den Kosten und bei der Anlage. Dafür arbeiten wir mit drei Partnern zusammen.
Alte Leipziger: der Versicherer
Die Alte Leipziger ist einer der etablierten bAV-Versicherer in Deutschland. Das Besondere ist der Tarif. Zu Vertragsbeginn ist das Kapital bis zu 100 % am Kapitalmarkt investiert. Das ist marktunüblich: Klassische Verträge halten einen Großteil im Sicherungsvermögen, hier nicht. Die Quote kann sich während der Vertragslaufzeit anpassen.
DYNO: die Plattform
DYNO ist Lizenz- und Technologiepartner für provisionsfreie bAV-Verträge. Statt gegen Provision arbeitet DYNO auf Honorarbasis. Aus deinen Beiträgen wird keine Vertriebsmarge mehr abgezweigt, und im Beratungsgespräch gibt es keine versteckten Vermittler-Anreize. Verwaltung, Onboarding und Übernahme bei einem Jobwechsel laufen vollständig digital.
Evergreen: das Investment
Im Kern des Vertrags steht der Evergreen Sustainable World Stocks, ein Aktienfonds mit klaren ökologischen Kriterien. Der Fonds ist gemäß Artikel 9 der SFDR (EU-Offenlegungsverordnung) klassifiziert. Der Teil deines Kapitals, der nicht direkt im Evergreen-Fonds liegt, ist in einem Wertsicherungsbaustein angelegt. Auch dieser ist am Kapitalmarkt aktiv.
Nachhaltig gedacht
Nachhaltigkeit lässt sich bei einer bAV auf drei Ebenen messen: was sie investiert, wie der Vertrag aufgebaut ist und wer am Ende davon profitiert.
Ökologisch: Der Fonds folgt klaren Kriterien aus Umwelt, Sozialem und Unternehmensführung (ESG). Ganz konkret bedeutet das: keine fossilen Konzerne, keine kontroversen Waffen, keine Tabakkonzerne.
Finanziell: Ohne Provisionsanteile im Beitrag fließt mehr in deine Vorsorge. Was du einzahlst, bleibt in deinem Vertrag.
Sozial: Gerade Arbeitnehmende mit geringerem Einkommen profitieren. Für diese Gruppe gibt es eine zusätzliche staatliche Förderung der betrieblichen Altersvorsorge.
Was Beschäftigte davon haben
Du zahlst direkt aus deinem Bruttogehalt ein. Innerhalb der gesetzlichen Freigrenzen sparst du dadurch Steuern und Sozialabgaben. Dein Arbeitgeber zahlt mindestens 15 % auf jeden umgewandelten Euro. Manche Unternehmen geben freiwillig mehr.
Dein Kapital arbeitet zu Vertragsbeginn bis zu 100 % am Kapitalmarkt, nicht im renditeschwachen Sicherungsvermögen. Bei einem Jobwechsel kannst du den Vertrag mitnehmen oder privat weiterführen. Den Arbeitgeberzuschuss behältst du auch bei einem Wechsel, wenn die Anstellung mindestens drei Jahre gedauert hat.
Bei der Auszahlung kommt noch ein Vorteil dazu: 176,75 € deiner monatlichen Betriebsrente sind frei von Beiträgen zur gesetzlichen Krankenkasse. Für die Summe darüber fallen die regulären Abgaben an.
Was die bAV in deiner konkreten Situation kostet und einbringt, kannst du auf unserer Produktseite mit einem Rechner durchspielen.
Was der Arbeitgeber davon hat
Wer heute Personal sucht, weiß: Bezahlung allein reicht nicht mehr. Mitarbeitende achten darauf, was darüber hinaus geboten wird, gerade bei Vorsorge und Nachhaltigkeit. Eine bAV, die finanziell etwas bringt und nachhaltig investiert, ist im Bewerbungsgespräch ein konkretes Plus.
Du erfüllst die gesetzliche Pflicht zur Entgeltumwandlung mit einem sauberen, modernen Aufbau. Auf den umgewandelten Anteil fallen weniger Lohnsteuern und Sozialversicherungsabgaben an. Ein Teil dieser Ersparnis geht als Pflichtzuschuss zurück an deine Mitarbeitenden. Die digitale Verwaltung erspart deinem HR-Team einen Großteil der täglichen Aufgaben. Mitarbeitende können vieles selbst über die Plattform erledigen. Auch für Geschäftsführer:innen ist das Konzept geeignet, bei GmbHs mit zusätzlichen Gestaltungsmöglichkeiten.
Was die Reform 2026 daran ändert
Die Bundesregierung hat Ende 2025 ein Rentenpaket beschlossen, das auch die bAV stärken soll: weniger Bürokratie für kleine und mittlere Unternehmen, bessere Bedingungen bei einem Jobwechsel, mehr Förderung für Geringverdienende und Teilzeit-Angestellte. Was sich konkret ab 2026 ändert haben wir hier erklärt: bAV-Reform 2026: Was sich für dich ändert.
So findest du heraus, ob das zu dir passt
Auf unserer Produktseite findest du einen Rechner. Du gibst dein Bruttogehalt und einen Wunschbeitrag ein und siehst, was dich die bAV netto kostet und wie sich dein Vorsorgekapital bis zum Renteneintritt entwickeln kann. Dort stehen auch die Details zu Kosten, Anlage und Ablauf.
Geldanlage am Kapitalmarkt ist mit Risiken verbunden. Der Wert deiner Anlage kann schwanken. Eine positive Wertentwicklung ist nicht garantiert. Wertentwicklungen der Vergangenheit sind kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Entwicklung. Die Höhe der späteren Rente hängt von Beitragsdauer, Kapitalmarktverlauf und den gewählten Bausteinen ab. Dieser Beitrag ist keine Anlage- oder Versicherungsberatung.
Hinweise zur Besteuerung in diesem Beitrag stellen keine Steuerberatung dar. Deine individuelle Steuersituation hängt von weiteren Faktoren ab. Sprich bei konkreten Fragen eine:n Steuerberater:in an.
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